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1965/66 Was vor Saisonbeginn nur vermeintliche Optimisten vorausgesagt hatten, wurde am Ende der Punktspiele Wirklichkeit. Der TSV Geltendorf wurde Ammerseemeister der B-Klasse und schaffte den Aufstieg in die Zugspitz-A- Klasse. Während der Punktrunde mußte die Elf von Trainer Willy Schuster nur eine Niederlage hinnehmen und am letzten Spieltag genügte ein 1:1 Unentschieden in Türkenfeld, um vor dem härtesten Rivalen die Meisterschaft zu erringen. „Wenn mir heier Moasta wern, dann gemma nach Andechs!" Dieses Versprechen wurde nach Eintritt des Ernstfalles in die Tat um-gesetzt. Beim Aufbruch vor der „Hüttn" am Sportplatz nahm auch H. H. Pfarrer Schneider an diesem „Bittgang" teil, der feuchtfröhlich enden sollte. Von Geltendorf zu Fuß nach Schondorf mit dem Schiff nach Herrsching und dann wurde der „Heilige Berg" erstürmt. Nach einer Messe rückte man ins Bräustüberl ein und die danach entstandenen Gedächtnislücken lassen eine genauere Beschreibung des Heimweges nicht mehr zu. Trotzdem ... „Pfundig war's! Hoffentlich steigen wir bald wieder auf."

1966/67 Der Aufstieg in die Zugspitz-A-Klasse war aber nicht von Erfolg gekrönt. 7 Siege und 6 Unentschieden, ein Punktverhältnis von 20:44 und ein Torverhältnis von 60:75 reichten nicht aus, um den Klassenerhalt zu schaffen. Man hatte auch nicht das nötige Glück und mußte zum Saisonende absteigen. Doch der Verband teilte in diesem Jahr die Zugspitz-A-Klasse in eine Gruppe West und eine Gruppe Ost und somit ging der bittere Kelch des Ab-stieges am TSV Geltendorf vorbei und man blieb höherklassig.

1967/68 Auf der Trainerbank fand ein Wechsel statt, denn Willy Schuster wurde von dem Türkenfelder Otto Bernhard abgelöst. Und wenn man bedenkt, daß wir in der vergangenen Saison nur durch ein Wunder (Gruppenteilung) vor dem Abstieg bewahrt wurden, war die Erringung der Herbstmeisterschaft in der AKlasse West eine kleine Sensation. Leider verlief die Rückrunde nicht mehr so erfolgreich wie die Vorrunde. Am Schlußstand man mit leeren Händen da und mußte sich mit einem 5. Platz begnügen, bei einem Punktverhältnis von 30:22 und der Tordif-ferenz von 57:46. Überschattet aber wurde das sportliche Geschehen von einem Verkehrsunfall, bei dem der Spieler und Mannschaftskapitän der 1 . Mann-schaft, Dietmar Gottschalk bei einem Verkehrsunfall am 3. Juli 1968 im Alter von 24 Jahren tödlich verunglückte.

1968/69 Nachdem man im Vorjahr die Herbstmeisterschaft errungen hatte, gab es für Trainer Otto Bernhard nur ein Ziel, die Meisterschaft. Doch diese errang Moo-renweis und für den TSV wurde es nur ein enttäuschender 7. Tabellenplatz mit 28:24 Punkten und 70:60Toren. 69/70 Überlegen sicherte sich Schongau mit 44:8 Punkten den Titel. Der TSV belegte einen ernüchternden 9.Tabellenplatz, wobei der Sturm es immerhin auf 66 Tore brachte, doch der Torhüter mußte auch 59 mal hinter sich greifen.

1970/71 Lange spielte man um die Meisterschaft mit, doch am Schluß hatte der FC Penzing die Nase vorn. Es wurde zuletzt ein guter 4. Platz mit 28:24 Punkten und 49:54 Toren. Ein Novum am Rande: Bei der Begegnung gegen den MTV Diessen es ging um den Aufstieg in die Bezirksliga und die Partie endete am Schluß mit 1 :1 erzielte Alfons Prummer nach einer scharfen Rechtsflanke mit einem Hechtkopfball die Führung, doch leider hatte er dabei die Hand zu Hilfe genommen. Die Diessener Spieler protestierten aufs Heftigste beim jetzigen Bundesliga Schiedrichter Aron Schmidhuber, doch dieser stand ungünstig und hatte das Handspiel nicht gesehen und gab Tor. Der Ball lag schon am Anstoßpunkt, da forderten die Gäste den Schiedsrichter noch einmal auf, den Spieler zu befragen und als Schmidhuber dies tat, gab der Spieler sein Handspiel zu und so wurde das Tor zurückgenommen. Nach dem Spiel bedankte sich der Schiri beim Spieler Alfons Prummer ob seiner Fairneß und spendierte eine Maß Schorle.

1971 /72 Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Abstiegsnöten erreichte man am Schluß den 10. Platz mit 25:31 Punkten und 50:54 Toren. Gegen den Erzrivalen aus Walleshausen spielte man zu Hause 1:1 Unentschieden. Schußgewaltige präsentierte sich die Reserve, denn sie erzielte 105 Tore.

1972/73 Der letzte Spieltag in Egling mußte entscheiden, ob der TSV in die B-Klasse absteigt. Doch mit einem überlegenen 5:1 Erfolg - drei Treffer erzielte Rechtsaußen Roman Keil - gelangte man gerade noch ans rettende Ufer. Am Schluß waren es bei 21:31 Punkten 2 Zähler Vorsprung vor Altenstadt, das absteigen mußte.

1973/74 Nach anfänglichen Punktgewinnen, u. a. einem 2:0 Auswärtserfolg beim späteren Aufsteiger FC Peiting, fällt der TSV bis Ende September auf den 12. und damit drittletzten Platz zurück. Angesichts der prekären Lage beordert Trainer Hermann Keil gegen Moorenweis den etatmäßigen Libero Anton Baader ins Sturmzentrum und beruft außerdem einen 17-jährigen Jugendspieler namens Josef Hörmann ins Aufgebot. Beide Maßnahmen erweisen sich als goldrichtig. Beim wichtigen 4:2 Heimsieg gegen den Lokalrivalen treffen sowohl Hörmann (2x) als auch Baader ins Schwarze und leiten damit gleichzeitig den Umschwung zum Positiven ein. Bis zur Winterpause stürmt der TSV auf den 4. Platz vor. Im weiteren Verlauf sind die ersten drei mit Peiting, Walleshausen und Türkenfeld zu beständig und lassen keine weiteren Veränderungen zu. Die statistische Abteilung meldet nach Abschluß der Spielzeit Roman Keil mit 12 Treffern als Torschützenkönig, vor Josef Hörmann (10) und Johann Nigl mit 9 Zählern. "Vergessene Trainingshosen" bereicherten die Mannschaftskasse um DM 18. Am 22. Mai 1974 überschattet der tödliche Verkehrsunfall des 24-jährigen Mittelfeldregisseurs Josef Dasch die sportlichen Ereignisse.

1974/75 Trainer Keil setzt weiter auf die Jugend und baut mit Franz Dilger und Erich Bingießer erneut zwei ehrgeizige 17-jährige in die 1. Mannschaft ein. Der Erfolg gibt ihm recht und der TSV spielt eine furiose Vor-runde. Mit Ausnahme einer empfindlichen 1:5 Heimschlappe gegen den TSV Weilheim bleibt die Elf ungeschlagen und führt die Tabelle nach Abschluß der Vorrunde mit 22:4 Punkten überlegen vor Mooren-weis und Walleshausen (jeweils 19:7) an.
Zwischendurch gewinnt der TSV Ende August ein Pokalturnier in Kottgeisering und prüft anläßlich der Sportplatzeinweihung beim 11:0 Kantersieg gegen Kottgeisering auch gleich die Tornetze.
Der Beginn der Rückrunde verläuft optimal und nach vier Siegen in Folge, darunter ein 11:0 Schützenfest gegen Hohenfurch, deutet bereits alles auf einen neuen Meis-ter TSV Geltendorf hin. Beim anschließenden torlosen Remis gegen den Lokalrivalen aus Walleshausen wird Goalgetter Sepp Hörmann von seinem Gegenspieler schwer verletzt und fällt für den Rest der Saison aus. Diesen Ausfall scheint die Mannschaft nicht zu verkraften, bricht total ein und holt aus den verbleibenden Spielen nur mehr vier von sechzehn möglichen Punkten. Trotz der 19 Saisontore von Roman Keil, der damit seine Torjägerkanone erfolgreich verteidigte, hat der TSV den Aufstieg damit letztlich vergeben und belegt hinter Moorenweis nur mehr Rang zwei.

1975/76 Wie im Vorjahr gelingt dem TSV ein hervorragender Saisonstart. Nach 9:1 Punkten setzt es erst in der 6. Begegnung die 1. Niederlage (0:1), zum Leidwesen der Geltendorfer Fans allerdings ausgerechnet im Nachbarschaftsduell gegen Walleshausen. Dennoch steigt eine Woche später in Weilheim das Spitzenspiel 1. gegen 2., in dem der TSV bis 17 Minuten vor dem Ende mit 2:1 in Front liegt und dennoch äußerst unglücklich mit 2:4 den kürzeren zieht. Die regionale Presse be-richtet anschließend von zwei klaren Abseitstoren für den Tabellenführer und einem kuriosen Ausgleichstreffer zum 2:2. Stürmer Josef Hörmann hatte einen Ball zu seinem Keeper Harry Klein zurückspielen wollen und dabei leider übersehen, daß jener in diesem Moment nicht zwischen den Pfosten stand. Die anschließende Siegesserie von 23:3 Punkten in Serie nützt der Keil-Elf nichts mehr, zu-mal auch die zweite Partie  zu Hause gegen Weilheim mit 2:3 verlorengeht. In der Endabrechnung belegt der TSV mit 38:14 Punkten einmal mehr - diesmal hinter Aufsteiger Weilheim - den 2. Platz. Die Saisonbilanz weist außerdem als Torschützenkönig Josef Hörmann mit 25 Treffern - ohne das Eigentor in Weilheim - aus, und mit Wolfgang Albertshofer hat wieder ein Youngster auf Anhieb den Sprung in die erste Mannschaft geschafft.

1976/77 Erhebliche personelle Veränderungen kennzeichnen die Anfangsphase der neuen Spielzeit. Zum einen löst der Türkenfelder Otto Bernhard Hermann Keil auf dem Trainerstuhl ab und zum anderen beenden einige Leistungsträger der letzten Jahre ihre Karriere oder müssen aus beruflichen Gründen kürzer treten (u.a. Keeper Harry Klein, Libero Anton Baader und Torschütze vom Dienst Roman Keil). Trotz talentierter Zugänge, überwiegend einmal mehr aus der eigenen Jugend - u.a stoßen Gerhard Bechler, Johann Schindele, und Ludwig Amann zum Kader - hat der TSV zunächst erhebliche Mühe, sich im Vorderfeld der Tabelle zu plazieren. Aber nach einigen Wochen hat sich das Team um Neulibero Johann Nigl eingespielt und zählt spätestens zur Winterpause wieder einmal zu den Aufstiegsfavoriten. Nach einem 6:2 Kantersieg gegen Hohenpeißenberg sieht sich die Elf zum Jahreswechsel mit 19:7 Punkten hinter Inning (20:6) auf dem 2. Platz.
Der Aufwärtstrend setzt sich auch im neuen Jahr fort und nach einem knappen 2:1 Erfolg gegen Verfolger Dießen wird der Rest der Saison zu einem Zweikampf zwischen dem TSV und Inning. Am 27.3.77 steht der TSV nach einem 2:0 Heimsieg (Torschützen Hermann Prummer und Gerhard Gerum) erstmals an der Spitze der Tabelle. Doch erneut scheinen in der Schlußphase die Nerven der Spieler zu versagen. Niederlagen im Mai gegen Rai-sting und zu Hause gegen Issing bescheren den Inningern die erneute Tabellenführung und obwohl sich der reaktivierte Torjäger Roman Keil beim 4:2-Auswärtserfolg als 4-facher Torschütze feiern lassen kann, muß sich der TSV am Ende zum wiederholten Male mit der Vize-Meisterschaft begnügen.
Der Vollständigkeithalber wird erwähnt, daß sich Josef Hörmann mit 17 Treffern erneut an die Spitze der Torschützenliste vor Gerhard Gerum mit 12 Zählern gesetzt hat. Den Saisonabschluß bildet eine Frankreichreise (incl. Pokalturnier) nach St. Viktor.

1977/78 Mit zwei Pokalturniern beginnt der erneute Anlauf in Richtung Bezirksliga. Dabei gewinnt der TSV den Wanderpokal der Volksbank Fürstenfeldbruck im Finale gegen den gastgebenden FC Emmering, immerhin einen Landesligisten. Ein weiters Turnier - Mitte August in Ernsthofen - beendet der TSV mit dem 2. Platz.
Die Punktrunde verläuft zunächst ähnlich vielversprechend. Erst im 4. Spiel muß die Bernhard-Elf beim 4:4 gegen Hohenpeißenberg - gleichzeitig die Heimpremiere auf dem neuen Sportplatz - den ersten Punktverlust hinnehmen. Davon unbeeindruckt stürmt die Mannschaft in der Folgezeit von Sieg zu Sieg - mit Ausnahme der fast schon obligatorischen Heimniederlage gegen Mammendorf - und führt die Tabelle in der Winterpause mit 24:4 Punkten und vier Minuspunkten vor Hohenpeißenberg überlegen an. Die einmal mehr aufkeimenden Aufstiegsträume werden bereits im ersten Spiel nach der Winterpause auf der Rigi-Alm in Hohenpeißenberg durch eine deutliche 0:3 Schlappe erheblich gedämpft. Zwischen beiden Konkurrenten entwickelt sich in der 2. Saison-Hälfte ein dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Teams geben sich kaum noch Blößen und stehen nach Abschluß der Spielzeit punktgleich  mit 43:9 Zählern zusammen auf dem ersten Platz.
Coach Otto Bernhard überläßt nichts dem Zufall und ordnet vor dem anstehenden Entscheidungsspiel ein Trainingslager in Entraching an (in Anlehnung an die Vorbereitung der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Argentinien von den Spielern flugs in "Ascotschinga" umbenannt), und schafft damit die optimalen Voraussetzungen für eine der Sternstunden in der Vereinsgeschichte.
Weit über 1000 Zuschauer bekommen am 18.Juni 1978 in Weilheim eine wahrlich meisterliche Vorstellung geboten. Der TSV ist seinem Rivalen an diesem Nachmittag in allen Belangen haushoch überlegen und kann nach einem 5:0 Kantersieg - Torschützen: Sepp Hörmann (3), Erich Bingießer und die Schondorfer Neuerwerbung Peter Gmell - erstmals den lang ersehnten Bezirksligaaufstieg feiern.

1978/79 Voller Optimismus geht der TSV Geltendorf in seine erste Bezirksliga-Saison. Der Verein hat von der durch den Aufstieg gestiegenen Attraktivität profitiert und konnte den langjährigen Türkenfelder Torjäger Hermann Fuchshuber verpflichten. Zudem stößt der Moorenweiser Torhüter Werner Hoiss zum Kader. Angesichts dieser personellen Verstärkungen und noch in Aufstiegseuphorie gibt Vorstand Franz Gräßl als Planziel einen Platz unter den ersten Fünf an, während Manager Max Ullrich gar einen Platz unter den ersten Drei prognostiziert. Mit der erfolgreichen Cup-Verteidigung beim Volksbankturnier in Emmering beginnt die Saison auch durchaus erfreulich.
Sehr bald muß der TSV dann allerdings erkennen, daß in der Bezirksliga ein deutlich schärferer Wind bläst. Obwohl die Mannschaft von spielerisch überdurchschnittlich guten Akteuren durchsetzt ist, erweist sie sich als insgesamt zu "grün" und kämpft von Anfang an gegen den Abstieg. Zu Beginn der Winterpause stehen magere 7 Pluspunkte auf der Habenseite des Aufsteigers. Die Vorstandschaft reagiert auf die fast aussichtslose Situation und entschließt sich, nach einer Aussprache mit der Mannschaft, zu einem Trainerwechsel. Für Otto Bernhard wird der bisherige Libero Johann Nigl zum Chefcoach befördert. Der "neue Besen" kehrt zunächst ausgezeichnet und die Truppe holt aus den ersten drei Begegnungen nach dem Jahreswechsel 5:1 Punkte, darunter ein sensationeller 2:1 Sieg (Tore: Fuchshuber, Schindele) gegen den haushohen Favoriten und späteren Aufsteiger Unterhaching. Dann allerdings wird der Aufwärtstrend bei der 1:7-Heimniederlage gegen Herrsching jäh gestoppt. Vor über 700 erwartungsvollen Fans wird der TSV vor allem in der 2. Halbzeit regelrecht abgeschossen. Nichts desto trotz bleibt der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag spannend. Vor dem letzten Heimspiel gegen Forstenried rangiert die Nigl-Elf lediglich 2 Punkte hinter dem Gegner. Doch obwohl wie im Vorjahr der "Geist von Ascotschinga" beschworen wird und die Mannschaft die Nacht vor dem Schicksalsspiel im Trainingslager in Entraching verbringt, reicht es diesmal nicht. Sang- und klanglos verabschiedet sich der TSV mit einer 1:3 Niederlage und nach einjähriger Zugehörigkeit wieder aus der Bezirksliga.

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