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1979/80 Trotz des Abstiegs kann sich der Ex-Bezirksligist mit Gerhard Lichtenstern (Mering), Andreas Gicklhorn (Schondorf), Hermann Keil (Moorenweis), und dem "Preußen" Hennes Genßler (Leipheim) personell weiter verstärken. Bedingt durch Wechselsperren können die Neuzugänge teilweise allerdings erst im Oktober bzw. November ins Spielgeschehen eingreifen.  Zudem schnürt Johann Nigl wieder seine Stiefel und übergibt das Traineramt an den Kaltenberger Egon Müller.
Dennoch scheitert der TSV beim Versuch den Wanderpokal des Volksbankturniers in Emmering endgültig in seinen Besitz zu bringen und muß sich diesmal mit Rang Drei zufrieden geben.
Auch die Vorrunde verläuft, obwohl die Mannschaft mit 5:1 Punkten startet, keineswegs optimal. Deutliche Siege (4:1 gegen Schongau, 5:0 gegen Denklingen) wechseln sich mit klaren (2:7 in Peiting) und geradezu peinlichen (1:2 beim Schlußlicht Jahn Landsberg) Niederlagen ab. Karge 14:12 Punkte und als Tabellensechster sechs Punkte hinter Spitztenreiter Mammendorf zwingen die Vereinsführung in der Winterpause erneut zum Handeln. Wie genau ein Jahr zuvor, übernimmt wieder Johann Nigl das Traineramt.
Erneut scheint dieser Wechsel die Mannschaft zu beflügeln. Es gelingt endlich wieder, die meist deutliche spielerische Überlegenheit in Siege umzumünzen. Dabei profitiert die Mannschaft insbesondere von technisch starken Neuzugängen, auch wenn der Hesse im Team hin und wieder eine "nicht ganz freiwillige" Spielpause einlegt.
Trotz einer tollen Serie von 23:7 Punkten nach der Winterpause reicht es am Ende - einmal mehr - nur zu Rang zwei, diesmal hinter Aufsteiger Penzing. Mit 19 Treffern (von insgesamt 81) holt sich erstmals Hermann Fuchshuber die Torjägerkanone.

1980/81 - Mit ungebrochenem Elan peilt der TSV die Rückkehr in die Bezirksliga an. Die Aussichten scheinen günstig, da eine neue Regelung auch den Tabellenzweiten zum Saisonende eine Aufstiegsmöglichkeit einräumt. Zudem stehen Coach Nigl in einem nahezu unveränderten Kader eine Vielzahl von hochkarätigen Stürmern zur Verfügung. Trotz bester Voraussetzungen macht es sich die junge und ungemein ehrgeizige Truppe das Leben durch eigene Fehler unnötig schwer. Highlights, wie der 8:0 Auswärtssieg beim Lokalrivalen in Walleshausen, dem 8:1 Heimsieg gegen Dießen oder dem 7:2 Triumph in Mammendorf wechseln sich mit zum Teil unverständlichen Niederlagen ab, wie u.a. der 3:4 Schlappe beim Schlußlicht Aich, wobei der TSV durch kuriose Gegentreffer (einer von der Mittellinie aus!) eine sichere 3:1 Halbzeitführung vergibt und zudem auch noch Kapitän Franz Dilger durch eine schwere Verletzung verliert. Aufgrund dieser Nachlässigkeiten muß sich der TSV zu Beginn der Winterpause mit 21:9 Punkten und 3 Zählern hinter Peiting - ausnahmsweise - mit Rang zwei begnügen.
Trösten kann sich der TSV dann allerdings bei der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragenen Hallenmeisterschaft der Spielgruppe Ammersee. Ungefährdet und mit 5 Siegen in 5 Spielen (u.a. wird Bezirksligist Penzing mit 8:1 vom Parkett gefegt) holt sich die Nigl-Elf bei der in Maisach ausgetragenen Endrunde den begehrten Titel.
Durch diesen Erfolg offenbar zusätzlich motiviert, beginnt nach dem Jahreswechsel eine furiose Aufholjagd. Während Titelkonkurrent Peiting zunehmend schwächen zeigt, stürmt der TSV von einem Erfolg zum anderen und hat innerhalb weniger Wochen den 3-Punkte-Rückstand egalisiert. Am vorletzten Spieltag profitiert die Elf von einem 0:2 Ausrutscher der Peitinger zu Hause gegen Hohenpeißenberg. und geht ihrerseits mit einem 2-Punkte-Vorsprung ins Saisonfinale. Beim 6:4 Erfolg in Prittriching verteidigt der TSV diesen Vorsprung, und kann zum 2. Mal in seiner Vereinsgeschichte den Bezirksligaaufstieg feiern. Rekordverdächtige 104 Saisontore (=4 Treffer pro Spiel) beweisen den verdienten Erfolg der Geltendorfer (Die ersten drei der Torschützenliste: Hermann Fuchshuber (28), Josef Hörmann (23) und Hermann Keil jun. (18) Treffer).

1981/82 - Rührige Vereinsfunktionäre sorgen zu Beginn der Saison für eine weitere Verstärkung der Mannschaft. In einer Nacht(bar)- und Nebelaktion wird der Uttinger Franz Wiesheu verpflichtet, was sich sehr schnell als wahrer Glücksgriff herausstellt. Zudem startet der TSV mit einer ungewöhnlichen Trainerkonstellation in seine 2. Bezirksligasaison. Für Aufstiegscoach J. Nigl übernimmt das Spieler-Gespann Fuchshuber-Genßler die sportliche Verantwortung. Spätestens nach dem 4. Spieltag sind jegliche Zweifel an der Richtigkeit dieser Maßnahme beseitigt. Am 30.08.81 steht der TSV Geltendorf erstmals an der Spitze einer Bezirksliga-Tabelle. Aufgrund weiterer Erfolge, u.a. einem glanzvollen 5:2 Auswärtserfolg bei der Spvgg Starnberg kann sich der TSV zunächst in der Spitzengruppe behaupten. Dann folgt allerdings eine kleine Durststrecke (mit zwei 1:6- Schlappen gegen Tutzing und Wolfratshausen), die erst durch ein 1:1 beim Spitzenreiter ESV München beendet werden kann. Zu Beginn der Winterpause steht der TSV mit 17:17 Punkten auf einem erfreulichen 8. Tabellenplatz.
Bei den zum 2.Mal ausgetragenen Hallenmeisterschaften der Spielgruppe Ammersee kann sich der TSV in Maisach erneut durchsetzen und verteidigt den Titel erfolgreich vor Alling und Adelshofen.
In der Rückrunde kann sich die Elf weiter steigern und bleibt insgesamt 14x in Folge ungeschlagen. Bis zur knappen 1:2 Niederlage in Wolfratshausen kann der TSV sogar von Qualifikationsspielen zur Landesliga träumen. Diese Erfolgsserie muß natürlich hin und wieder gebührend gefeiert werden, zumal der leicht angehobene Ahndungskatalog für gelbe Karten, Zeitstrafen etc. von den Spielern (u.a. Genßler, Klein, Fuchshuber) "sehr gut angenommen", und die Liquidität der Mannschaftskasse dadurch deutlich erhöht wird. Hinzu kommt die Großzügigkeit des Trainerduos, das einen Großteil seines Gehaltes ebenfalls der Mannschaftskasse zur Verfügung stellt. Dadurch werden einige ausgelassenen Festivitäten möglich (beispielhaft wird hier nur die "Untere Mühle" in Schwabmühlhausen erwähnt), die bei den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Aus sportlicher Sicht wird die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte mit dem 3. Platz und insgesamt 34:26 Punkten hinter dem ESV München und der Spvgg Starnberg abgeschlossen. Ungetrübt bleibt die Freude über den großen Erfolg allerdings nicht. Mit Josef Hörman (17 Tore), Franz Wiesheu (12 Tore) - beide zum Landesligisten Fürstenfeldbruck - und Hermann Fuchshuber (13 Tore) - als Spielertrainer nach Egling - verläßt praktisch der komplette Sturm den Verein.

1982/83 - Vor einer kaum lösbaren Aufgabe steht der neue Trainer des TSV, der Puchheimer Realschullehrer Rolf Schöppler. Nach dem Verlust der kompletten Angriffsreihe (Hörmann, Fuchshuber, Wiesheu), bereite vor allem die Stürmer-frage erhebliches Kopfzerbrechen. Obwohl im Verlauf der Saison neben mehreren Spielern aus dem Nachwuchsbereich (u.a. Werner Obermeier, Richard Salfer, Helmut Grätz) auch der Schondorfer Hans-Jörg Wunder ins Team eingebaut werden kann, scheint nur ein "wirkliches Wunder" den Verein vor dem Abstieg retten zu können. Leider bewahrheiten sich die düsteren Prognosen und die Mannschaft startet denkbar schlecht. Erfolgserlebnisse sind äußerst dünn gesäht und mit lediglich 7 Pluspunkten ziert der TSV zu Beginn der Winterpause das Tabellenende. Trainer Schöppler, dem trotz der Erfolglosigkeit absolut kein Vorwurf gemach werden kann und der zuletzt sogar selbst das Spieltrikot überzieht, wirft zum Jahreswechsel das Handtuch.
Die sportliche Misere hält auch bei den Hallenmeisterschaften an und der Titelträger scheidet in Kaufering bereits in der Vorrunde aus.
Mit den Spielertrainern Albertshofer/Genßler versucht der TSV in der 2. Saisonhälfte zu retten was eigentlich nicht mehr zu retten ist. Die Negativserie setzt sich weiter fort und erst am Ende der Rückrunde gelingen einige Achtungserfolge, u.a ein 2:1 Heimsieg gegen den Tabellenführer ESV München.
Mit insgesamt 13:47 Punkten und 47:94! Toren kann sich der TSV bis zum Schluß nicht mehr vom Tabellenende lösen. Der 2. Abstieg aus der Bezirksliga nach 1979 ist besonders bitter, zumal er ausgerechnet mit dem 60-jährigen Vereinsbestehen zusammenfällt. Der Gewinn des anläßlich des Jubiläums ausgetragenen Pokalturniers vor Türkenfeld und Ernsthofen ist nur ein schwacher Trost.

1983/84 - Bereits zum 3.Mal übernimmt der "Penzinger" Johann Nigl das Kommando auf der Trainerbank des TSV. Mit kaum verändertem Kader (Wolfgang Keil verläßt den Verein in Richtung Moorenweis und Nachwuchsspieler Roland Grabler übernimmt den Liberoposten) wird als Saisonziel ein vorderer Platz im Mittelfeld angegeben. Danach sieht es aber zunächst gar nicht aus, denn bereits in der Vorbereitungsphase setzt es ausnahmslos - zum Teil sogar gegen niederklassige Gegner - hohe Niederlagen. Auch der Verlauf der Vorrunde gibt keinen Anlaß zu übertriebenem Optimismus. Nach durchwachsenem Start mit 5:5 Punkten und Platz 9 geht es anschließend kontinuierlich bergab. Erst ein 3:0 Auswärtsssieg beim letzten Spiel des Jahres in Penzing läßt den TSV einigermaßen beruhigt in die Winterpause gehen. Mit 15:19 Zählern liegt man als 10. vier Punkte vor dem Tabellenzwölften Alling. Moorenweis und Kaufering führen mit jeweils 27:7 Punkten.
Nichts Neues tut sich bei den Hallenmeisterschaften. Wie im Vorjahr scheitert der TSV nach einer kläglichen Leistung bereits in der Vorrunde.
Mit einem überraschenden 1:0 (Tor: Genßler) gegen Tabellenführer und späteren Aufsteiger Kaufering läßt der TSV zu Beginn der 2. Saisonhälfte zunächst positiv aufhorchen. Dennoch dauert es bis 3 Runden vor Schluß (2:1 Auswärtssieg in Adelshofen), bis man sich endgültig aller Abstiegssorgen entledigen kann. Durch zwei abschließende Erfolge gegen Moorenweis - damit vermasselt man dem Lokalrivalen den 2. Platz - und in Fürstenfeldbruck West, wird die Saison noch einigermaßen zufriedenstellend abgeschlossen (Tabellensiebter mit 27:25 Punkten). Erich Bingießer genügen 8 Tore!!, um die Torjägerkanone erfolgreich zu verteidigen - Vorjahr 11 Treffer -. Mit zwei Freundschaftsspielen in Ernsthofen und zu Hause gegen Schaidt läßt der TSV die Spielzeit ausklingen.

1984/85 - Aufgrund von fünf Neuzugängen (der beiden "Rückkehrer" Hermann Fuchshuber als Spielertrainer und Josef Hörmann, den Moorenweisern Roman und Thomas Hoiss und dem "Burchinger Sturmtank" Gottfried Walch) und nur einem Abgang (Hans-Jörg Wunder kehrte nach Schondorf zurück) keimt neue Hoffnung im Lager des TSV auf., die durch aufsehenerregende Erfolge in der Vorbereitung (u.a. 4:2 gegen Bezirksligist TSV Landsberg und einem 5:2 gegen Landesligist Fürstenfeldbruck) noch verstärkt wird.
Die bereits verteilten Vorschußlorbeeren kann der TSV in der Vorrunde allerdings nicht bestätigen. Erwartungsgemäße Erfolge wechseln sich mit überraschend deutlichen Niederlagen (0:5 gegen Moorenweis, 1:9 ! gegen Altenstadt) ab. Nach 12:12 Punkten läutet ein 3:0 Heimerfolg gegen Herrsching die Aufholjagd ein. Zu Beginn der Winterpause liegt der TSV mit 20:14 Punkten hinter dem überlegenen Tabellenführer Altenstadt (32:2!), Moorenweis (24:10) und Raisting (21:13) auf Platz 4.
Die Aufwärtstendenz zeigt sich auch bei den Hallenmeisterschaften. Der TSV gewinnt die Vorrunde, belegt im Finale allerdings nur Rang 5, weit abgeschlagen hinter Sieger Moorenweis.
Der TSV setzt nach dem Jahreswechsel die Erfolgsserie fort und bringt es immerhin auf 16:2 Punkte am Stück. Eine 0:2 Niederlage in Raisting bedeutet dann allerdings das endgültige Ende der zwischenzeitlich wiedererwachten Aufstiegsträume. Jenseits von Gut und Böse beschließt der TSV die Saison als Tabellensechster mit 31:25 Punkten und 62:61 Toren. Den 1. Platz der Torschützenliste belegt Hermann Fuchshuber mit 18 Treffern.

1985/86 - Mit Hans-Joachim Genßler (als Trainer nach Weil) und Erich Bingießer (beendet seine Karriere) hat der TSV zwei Leistungsträger der vergangenen Jahre verloren. Zunächst unbeeindruckt von den personellen Verlusten startet das Team von Trainer Hermann Fuchshuber in die neue Spielzeit und steht nach drei deutlichen Auftakterfolgen, u.a. einem grandiosen Auswärtserfolg beim Bezirksliga-Absteiger Peiting an der Tabellenspitze. Trotz eines 1:3 Ausrutschers im anschließenden Heimspiel gegen Wielenbach, hält der Höhenflug zunächst an, und der TSV verteidigt den Platz an der Sonne bis zum 8. Spieltag. Der 0:3 - Dämpfer zuhause gegen den Titelkonkurrenten Moorenweis läutet dann allerdings eine Durststrecke ein und nach 2:8 Punkten in Folge findet man sich zu Beginn der Winterpause mit 15:11 Punkten scheinbar abgeschlagen auf dem 6. Tabellenplatz wieder (1. Moorenweis 23:5, 2. Raisting 20:8, 3. Peiting 18:10).
Trotz der Mißerfolge der letzten Wochen gewinnt der TSV ein in Mammendorf ausgetragenes Hallenturnier überlegen vor Moorenweis.
Ohne große Ambitionen geht der TSV locker in die 2. Saisonhälfte. Was kaum jemand erwartet hatte, tritt doch ein: Aufgrund einer eigenen Siegesserie und zugleich gewaltiger Einbrüche der Konkurrenzteams (mit Ausnahme des unangefochtenen Tabellenführers Moorenweis) hat die Elf plötzlich wieder Tuchfühlung mit dem begehrten 2. Tabellenplatz. Obwohl eine 1:2 Niederlage in Herrsching die aufkeimenden Hoffnungen zu ersticken droht, sichert sich der TSV - nach dem Saisonverlauf beinahe sensationell - die Vize-Meisterschaft (Die Torjägerkanone holt sich Wolfgang Albertshofer mit 12 Treffern).
Mitentscheidend für das Happy-End war sicherlich der klare 4:1 - Heimerfolg am 11.05.86 gegen den direkten Rivalen Raisting. Die anschließende Siegesfeier (incl. des Goaß´n Umsatzes) im Sportheim ist reif für das Guiness-Buch der Rekorde.
Den absoluten sportlichen Höhepunkt der Saison bildet jedoch das 1. Qalifikationsspiel zum Bezirksliga-Aufstieg gegen Peißenberg, das in Riederau ausgetragen wird.
"Nichts für schwache Nerven" schreibt das Landsberger Tagblatt anschließend in ihrem Spielbericht und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Dabei deutet zunächst nichts auf eine derart dramatische Begegnung hin. Nach einem frühen Rückstand zieht der TSV bis zur 54. Minute auf 4:1 davon (Tore: Grätz, Fuchshuber, Lichtenstern, Albertshofer). Danach beginnt jedoch eine furiose Aufholjagd der Peißenberger. Nach 80 Spielminuten steht es plötzlich 4:4-Unentschieden und kaum einer der zahlreichen Zuschauer gibt der Fuchshuber-Elf noch eine Chance. Der 2. Treffer von Helmut Grätz bringt dem TSV - in dieser Phase völlig überraschend - die erneute Führung, die mit einer gehörigen Portion "Massel" bis zum Schlußpfiff verteidigt werden kann.
Beim darauffolgenden 2. Entscheidungsspiel in Dießen gegen Penzberg klopft der TSV zum 3. Mal an die Bezirksliga-Tür. Nachdem die 1. Partie wegen sintflutartiger Regenfälle Mitte der 2. Halbzeit abgebrochen wird, muß sich die Mannschaft drei Tage später an gleicher Stätte mit einem 3:5 nach Elfmeterschießen geschlagen geben. Damit scheint der Aufstiegswille gebrochen, denn auch eine weitere - unerwartete - Aufstiegsmöglichkeit bleibt ungenutzt. Ohne Nennenswerte Gegenwehr unterliegt der TSV in Unterpfaffenhofen dem MSV München mit 0:5 und gehört damit weiterhin der A-Klasse Zugspitze an.

1986/87 - Der TSV bleibt seiner Linie treu und ernennt mit Josef Hörmann erneut "einen aus den eigenen Reihen" zum Trainer. Der neue Coach muß die Saison ohne Hermann Fuchshuber (kehrt nach Egling zurück) und Ludwig Amann planen, der seine Fußballstiefel an den Nagel hängt. Die Anfangsphase der Runde verläuft alles andere als erfreulich. Nach 8 Punktspielen beegt der TSV mit 4:12 Punkten einen bescheidenen 12. Platz. Die folgenden Begegnungen werden vor allem von einem Spieler dominiert. Das Eigengewächs Helmut Grätz hat maßgeblichen Anteil an der 12:4 - Serie und erzielt dabei immerhin 13 von 17 TSV-Toren. 16:16 Zähler bedeuten zum Jahreswechsel Rang 7.
Mit einem 6:2 - Erfolg gegen Wielenbach (5 Tore Grätz !) beginnt der TSV nach der Winterpause. Diesem Kantersieg folgen allerdings einige magere Wochen und die Hörmann-Elf gerät fast noch in Gefahr. Erst zwei Siege gegen FFB-West und in Apfeldorf verjagen das Abstiegsgespenst. Die Saisonbilanz weist schließlich mit 26:26 (= 7. Platz) ein ausgeglichenes Punkteverhältnis aus. Unangefochtener Torschützenkönig wird Helmut Grätz mit 25 Einschüssen, verfolgt - soweit man in diesem Fall von Verfolgern sprechen kann - von Wolfgang Albertshofer, Wolfgang Grabler und Ludwig Karl mit jeweils 4 Treffern.

1987/88 - Trainer Hörmann kann mit Richard Hölzle wieder einmal einen Schondorfer in der Mannschaft begrüßen, muß aber fortan ohne Helmut Grätz auskommen, der dem Lockruf des Geldes erlag und zum B-Klassisten Mering ! wechselte. Der letztjährige Torjäger wird sehr schnell schmerzlich vermißt, denn der TSV bringt während der ersten Monate keinen Fuß auf den Boden, und beginnt die Saison mit einer rabenschwarzen Serie von 2:20 Punkten. Für einen der wenigen Lichtblicke sorgt Vorstand Hermann Krieg, der im Oktober vor der Partie gegen Penzing einige "Dauerbrenner" im TSV-Trikot ehren kann (Wolfgang Albertshofer und Hermann Prummer für 300, Werner Klein und Josef Hörmann für 250 und Christian Keil und Werner Hoiss für jeweils 200 Einsätze in Punktspielen der 1. Mannschaft). Coach Hörmann, der längst wieder selbst aktiv mitwirkt, greift angesichts der trostlosen Situation in die Trickkiste und reaktiviert Erich Bingießer, was sich postwendend als Erfolg herausstellt. 5:3 Punkte am Stück katapultieren den TSV bis zur Winterpause mit insgesamt 7:23 Punkten vor Altenstadt (3:27) und Biburg (5:25) auf den 12. Platz. Das "rettende Ufer" Platz 11 ist zu diesem Zeitpunkt allerdings 8 Punkte! entfernt. Obwohl die Lage schier aussichtslos erscheint, resigniert der TSV keineswegs und startet die zweite Saisonhälfte eine furiose Aufholjagd. Erheblichen Anteil an den Erfolgen hat zwischenzeitlich Manndecker Werner Klein, der mit seinen Freistoßtreffern sowohl Penzing (2:0) als auch Aich (3:2) quasi im Alleingang erlegt. Trotz des Siegeszuges spitzt sich die Tabellensituation zum Saisonende dramatisch zu. Vor dem letzten Spieltag stehen Eching, Geltendorf, und FFB-West mit jeweils 21:29 Punkten auf den Plätzen 10 - 12.  Unter Einsatz aller Reserven (einschließlich des Bierkellers) gelingt es dem TSV durch einen 4:2 Heimsieg gegen Altenstadt bei einer gleichzeitigen Niederlage der Brucker in Raisting noch einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und die Klasse zu erhalten.
Den ersten Platz in der Torschützenliste teilen sich Wolfgang Albertshofer und Werner Klein mit jeweils 8 Treffern.

1988/89 - Der TSV überträgt die sportliche Verantwortung dem Allacher Spielertrainer Rudi Wagner, der seinerseits verstärkt auf den Nachwuchs setzt. U.a. stoßen Günther Schweighart, Markus Krieg, Markus Schorer, Werner Lachmayr, Robert Sedlmayr und Guido Treffler zum Kader. Ähnlich wie im Vorjahr startet die neuformierte Mannschaft keineswegs ü-bertrieben erfolgreich. 8 Pluspunkte bei Beginn der Winterpause reichen nur zum 14. und damit letzten Platz. Ein weiteres Unentschieden (1:1) in Mammendorf wird wegen einer falschen Regelauslegung des Schiedsrichters beim Geltendorfer Treffer durch Wolfgang Keil annuliert und die Begegnung muß wiederholt werden (Nachholspiel endet 2:1 für Mammendorf).
Die Anfang des Jahres durchgeführte Jahreshauptversammlung bringt ein überraschendes Ergebnis. Nachdem der TSV schon mehrfach Spieler-Trainer engagierte, hat der Verein ab sofort einen Spieler-Vorstand. Einstimmig wird Wolfgang Albertshofer zum Vereinschef gewählt. Sein Stellvertreter Gerhard Lichtenstern und Kassier Werner Klein gehören ebenfalls der 1. Mannschaft an. Eine der ersten Aktionen der neuen Führung ist die Trennung von Rudi Wagner im sogenannten "einseitigen Einvernehmen" und die Verpflichtung von Josef Hörmann als neuen sportlichen Leiter.
Inzwischen einigermaßen Abstiegskampferfahren behält der TSV die Nerven und gleichzeitig Anschluß an die rettenden Tabellenplätze. 4 Runden vor dem Ende und nach einem 3:0 Auswärtserfolg in Dettenschwang steht der TSV erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz. Damit scheint der Knoten geplatzt und durch einen anschließenden klaren 4:1-Sieg gegen den Tabellenvierten Penzing und ein 1:1 beim Spitzenreiter Peiting kann sich Geltendorf wieder einmal vor dem Abstieg retten. 21:31 Punkte bedeuten am Saisonende Platz 11, 4 Punkte vor Wielenbach und Dettenschwang und 11 Zähler vor dem Tabellenschlußlicht Apfeldorf.
Die Torschützenliste führt Wolfgang Grabler mit 11 Treffern an.

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